Unsere großen Auslandsreisen
Fernost
1981
Japan/Taiwan 1985
Brasilien1987
Fernost
1991
Südafrika 1997
Japan 2000
Indien 2000
Russland 2003
Kanada und USA 2009
Fernost-Reise 1981
Der
Präsident des Deutschen Clubs der Freunde des Freien China, Herr Karl
Silberreis aus Kronberg / Ts. übermittelt dem Spielmannszug die offizielle
Einladung der Regierung der Republik China (Taiwan) am 10. Oktober 1981 an der
großen Parade anläßlich des chinesischen
Nationalfeiertages und gleichzeitig 70. Jahrestages der Republik China in
Taipei teilzunehmen.
Die Reisevorbereitungen beginnen.
Am 4.10.1981 Abflug von Zürich mit Korean - Airlines nach Seoul in Südkorea, 2 Tage Aufenthalt mit reichhaltigem Besichtigungsprogramm in Seoul.
7.10. Weiterflug nach Taipei in Taiwan (Republik China) Begrüßung und
Empfang durch den Oberkommandierenden der Streitkräfte, Herrn
General Wego W.K. Chiang (Sohn
des ehemaligen Präsidenten und Feldmarschalls Chiang Kai-Shek).
Auftritte im Hotel New Asia sowie im
Lai-Lai Shangri-la-Hotel.
Am 10.10.1981 Teilnahme an der großen Parade vor dem Präsidentenpalast in Taipei - abends Empfang beim Außenminister.
11.10. Weiterflug von Taipei nach Osaka in Japan
- Transfer mit dem Bus nach Tokio.
In Tokio und in Ome
Auftritte bei Werbeveranstaltungen im Rahmen der Deutschen Reisewoche.
Außerdem in Tokio Konzert in der Bunka Women's University - Beginn einer tiefen und
aufrichtigen Freundschaft zwischen dieser Universität und unserem
Spielmannszug.
Am 17.10. Rückflug über Seoul / Korea nach Zürich
Ankunft in Zürich am Vormittag des 18.10.1981.
Im Dezember 1981 Besuch eines japanischen Fernsehteams aus Tokio - Herstellung eines Fernsehfilmes über den Esselbacher Spielmannszug und unsere Gemeinde - Bericht wird im japanischen Fernsehen im Rahmen der Serie "Weltreise der Musik" gesendet.
Ebenfalls im Dezember 1981 besuchen Präsident Sunao Ohnuma und Professor Akinoro Ogimura von der Bunka Women's University Tokio unsere Gemeinde und den Spielmannszug.
Japan/Taiwan 1985
Sonntag, 29.09.1985: Abfahrt am Esselbacher Schulhaus um 1.30 Uhr morgens. Abflug in Amsterdam um 11.45 Uhr mit einer Zwischenlandung in Dubai am Persischen Golf.
Am Montag den 30.09.1985 Ankunft in Taipei auf dem Chiang Kai Shek-Airport, danach Weiterflug nach Tokyo und Landung um 20.45 Uhr auf dem Tokyo Hanida Airport um dann ins Hotel transferiert zu werden.
Am Dienstag, den 01.10.1985 hatten wir einige Werbeauftritte für die Deutsche Zentrale für Tourismus in Tokyo.
Am Mittwoch, den 02.10. und Donnerstag, den 03.10. machten wir einen 2-tägigen Ausflug durch Zentraljapan.
Den Freitag, 04.10.1985 hielten wir uns für einen Besuch der Bunka Women's University frei.
Am darauffolgenden Samstag, den 05.10. hatten wir in Taipei ein Treffen mit unserem Ehrenmitglied Teddy S. Y. Chen vom Tourism Bureau Republic of China mit dem dann auch zu Mittag aßen. Anschließend besichtigten wir mit dem Bus das zentrale Bergland und fuhren an der Pazifikküste nach Taitung in Südost-Taiwan.
Am Sonntag, den 06.10. besuchten wir einige zentrale Anlagen der Stadt, hielten ein Standkonzert und verbrachten in geselliger Runde einen schönen Abend bei unseren chinesischen Gastgebern.
Montag, 07.10.1985: Am Vormittag hatten wir ein Fußballspiel gegen eine Auswahl aus Taitung im Sportstadion von Taitung. Nachmittags wurde ein Freundschaftsvertrag zwischen Vertretern des Bezirks Taitung und einer Delegation der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld unterzeichnet. Am Abend fand ein deutsch-chinesischer Freundschaftsabend in der neuen Kulturhalle von Taitung statt.
Am Dienstag, den 08.10. besuchten wir den Kenting-Nationalpark an der Südspitze der Insel. Nach einem Standkonzert und Mittagessen fuhren wir weiter nach Kaohsiung - der zweitgrößten Stadt Taiwans. Nach einer Stadtrundfahrt mit Besuch des Überseehafens und einem Konzert in der Stadthalle übernachteten wir in Kaohsiung.
Mittwoch, 09.10.1985: Am Vormittag besuchten wir die große buddhistische Tempel- und Klosteranlage Fokuang-shan in Südtaiwan. Später fuhren wir in die Hauptstadt Taipei und übernachteten wir im Rainbow Guest House.
Am Chinesischen Nationalfeiertag "Double Tenth" (Donnerstag, 10.10.85) wirkten wir bei einer Parade mit und wurden anschließend vom Außenminister empfangen. Abends besuchten wir eine große Sport- und Folkloreshow in der Sun Yat Sen-Halle.
Am Freitag, den 11.10.1985 machten wir eine Stadtrundfahrt nach der ein Standkonzert an der Chiang Kai-shek Gedächtnisshalle. Zuvor wurde ein Kranz niedergelegt. Am Nachmittag diesen Tages besuchten wir den katholischen Bischof von Taipei.
Am 12.10.1985 besuchten wir ein großes taiwanesisches Einkaufs- und Handarbeitszentrum bevor wir dann um 21.30 Uhr gen Heimat abflogen und am Sonntag, den 13.10.1985 gegen 19.00 Uhr in Esselbach ankamen.
Brasilien 1987
Der Abflug war am Freitag den 28.08.1987 um 22.15Uhr ab Frankfurt, die Ankunft am 29.08.1987 um 5.15 Uhr in Sao Paolo von wo man mit Bussen zum Kloster Instituto Pio XI bzw. zu den Privatunterkünften fuhr. Danach begaben wir uns via Bus zur Humboldt-Schule wo der Spielmannszug das Schulfest mitgestaltete. Zur Übernachtung fuhren wir später zurück zu den Unterkünften.
Am Sonntag den 30.08. war von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr ein Frühschoppen mit Musik im Sociedade Beneficiente Alema angesetzt, wo auch der deutsche Generalkonsul und Vertreter der Industrie- und Handelskammer anwesend waren. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und konnte für einen kleinen Einkaufsbummel genutzt werden.
Am Montag den 31.8.87 war um 8.00 Uhr die Abfahrt vom Kloster Pio XI zu einer großen Stadtrundfahrt durch Sao Paolo. Danach fuhren wir zu einer Besichtigung des Mannesmann Rexroth-Zweigwerks im Stadtteil Diadema, worauf ein Standkonzert im Werkshof folgte. Anschließend folgte ein Mittagessen auf Einladung der Firma Mannesmann Rexroth. Nach dem Mittagessen folgte die Abfahrt nach Blumenau.
Am Nachmittag des 1. September kamen wir in Blumenau an, wo man im Sportlerheim übernachtete und verpflegt wurde.
Am 02.09. nahmen wir am Stadtfest der Stadt bei einer Parade teil. Am Abend hatte der Spielmannszug ein Auftritt im Deutschen Club.
Am 03.09. war dann am frühen Morgen die Weiterreise nach Gramado, wo wir im Haus der Jugend untergebracht wurden.
Die Weiterfahrt nach Nova Petropolis war am Freitag den 04.09.1987 um 10.30 Uhr. Um etwa 11.30 Uhr war - nach dem Empfang durch Bürgermeister Siegfried Drechsler - am Park des Einwanderers ein gemeinsames Mittagessen auf Einladung der Stadtverwaltung. Darauf folgte am Nachmittag ein Marsch durch die Stadt stattfand. Um circa 20.00 Uhr folgte ein Konzert im Schützenhaus mit einem Abendimbiss. Die Rückfahrt nach Gramado traten wir um etwa 23.30 Uhr an.
Am Samstag den 05.09.1987 um 10.00 Uhr war die Abfahrt nach Igrejinha, worauf ein Empfang durch den Bürgermeister folgte. Um etwa 12.00 Uhr aßen wir auf Einladung der Stadtverwaltung zu Mittag. Am Nachmittag fand ein Umzug durch die Stadt statt, worauf eine Stellprobe in der Sporthalle folgte. Anschließend folgte ein Konzert mit anschließendem Imbiss in der Sporthalle. Am späten Abend traten wir die Rückfahrt nach Gramado an.
Am 06.09. fand, nach dem Frühstück, eine Busfahrt nach Canela zur Besichtigung des Caracol-Wasserfalles statt. Darauf folgte die Rückfahrt zum Haus der Jugend in Gramado zum Mittagessen. Am Nachmittag gestalteten wir einen Marsch durch die Stadt Gramado. Um etwa 20.00 Uhr fand ein Standkonzert im Vereinshaus Gramado statt.
Am Montag den 07.09. war der Brasilianische Unabhängigkeitstag. Um etwa 7.40 Uhr war die Abfahrt vom Haus der Jugend nach Porto Alegre, wo man aus Anlass des Nationalfeiertags von 10.00 Uhr bis 11.00 Uhr an der großen Parade teilnahm. Darauf folgte um ca. 15.00 Uhr ein Konzert vor Militär- und Konsularbehörden mit anschließender Rückfahrt nach Gramado.
Am Dienstag den 08.09.1987 war um 8.00 die Abfahrt zum Flughafen Porto Algere, wo man dann um etwa 12.45 Uhr abflog. Nach etwa zwei Stunden kamen wir dann in Rio de Janeiro an, wo wir dann zum Bonifatiushaus fuhren. Um 21.00 Uhr war der Transfer zur Samba-Show Plataforma I. Die Rückfahrt zum Bonifatiushaus war um etwa 1.00 Uhr.
Am Mittwoch den 09.09.1987 nahm der Spielmannszug um 9.00 Uhr morgens an einer Stadtrundfahrt mit anschließender Auffahrt zum Corcovado teil. Circa drei Stunden später kehrten wir zum Bonifatiushaus zurück und wir konnten uns am freien Nachmittag vergnügen. Um etwa 21.00 Uhr fand ein Konzert im Monte Libano Club in Rio de Janeiro statt.
Am 10.09. fand um 18.00 Uhr der Bustransfer vom Bonifatiushaus zum Flughafen statt, wo man um etwa 22.15 Uhr von Rio de Janeiro abflog.
Am 11.09.1987 kamen wir um etwa 14.35 Uhr in Frankfurt an.
Fernostreise 1991
Am Sonntag den 06.10.1991 war die Abfahrt zum Flughafen Frankfurt. Um 14.10 Uhr flogen wir von da nach Hongkong.
Ankunft in Hongkong am Kai Tak International Airport um etwa 8.55 Uhr am 07.10. mit Erledigung der Einreiseformalitäten. Danach Besichtigungstour zum Penford Garden in Shantin, New Territories, mit dem Tempel der 10.000 Buddhas. Gegen 13.00 Uhr kamen wir im Lee Gardens Hotel im Stadtteil Causeway Bay auf der Hongkong Insel an. Um etwa 15.30 Uhr war der Bustransfer des Spielmannszugs und der Blaskapelle zum Hongkong Cultural Centre Um etwa 16.00 Uhr fand ein Konzert im Cultural Centre statt. Die Rückfahrt zum Hotel traten wir etwa um 17.15 Uhr an. Um etwa 20.00 Uhr war dann das Abendessen im Restaurant Chuan Cheung Chui in Causeway Bay.
Am Dienstag, den 08.10. begann der Tag mit einem amerikanischen Frühstück, anschließend war eine etwa drei stündige Stadtrundfahrt, unter anderem durch Victoria Peak und die Repulse Bay. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und konnte für einen Einkauf in Tsim Sha Tsui genutzt werden. Um etwa 17.00 Uhr war der Transfer zum Pier wo eine Hafenrundfahrt mit Buffet Dinner an Bord der Pearl of the Orient begann.
Am 09.10. um etwa 8.30 war - nach dem Frühstück - der Transfer vom Hotel zum Flughafen, von wo wir um circa 11.55 Uhr abflogen. Wir kamen um etwa 13.20 Uhr am Chiang Kai-Shek International Airport Taipei an, von wo wir auch sogleich in die Unterkunft gebracht wurden. Nach einem gemeinsamen Abendessen stand der Abend zur freien Verfügung.
Am Donnerstag den 10.10.1997 fand ein Ausflug zum Yangmingshan-Nationalpark, nach Yehliu und Keelung - zur Nordspitze der Insel - statt. Am Abend wurde bei der großen Musik-, Sport- und Akrobatik-Show mitgewirkt, welche anlässlich des Nationalfeiertags der Republik China (Double Ten) veranstaltet wurde.
Der Vormittag des 11.10. stand zur freien Verfügung. Nachmittags wurde dann das Shih Chien College Taipei besucht, welches die Partneruniversität der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt ist. Danach folgte ein Konzert des Spielmannszugs der Musikkapelle und des Chors zusammen mit der Tanzgruppe. Der Abend endete mit einer Dinnerparty im Shih Chien College.
Am Samstag fuhren alle Teilnehmer von Taipei nach Kaohsiung, wo Abends ein Konzert vor der Chiang-Kai-Shek Kulturhalle stattfand.
Am Sonntag, den 13.10. fuhr die komplette Gruppe über den Kenting Nationalpark nach Taitung, wo sie durch den Landrat Cheng Lieh begrüßt wurde. Danach folgte ein gemeinsames Abendessen.
Am 14.10. wurde der Bezirk Taitung besichtigt, welcher ein freundschaftliches Verhältnis zur Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld plegt. Später fand ein großer deutsch-chinesischer Abend im Kulturzentrum Taitung statt.
Am Dienstag, den 15.10.1991 folgten weitere Besichtigungen sowie Konzerte in der Zentral-, Volks- und Mittelschule statt. Am Mittwoch wurde das Ausbildungszentrum für behinderte Jugendliche und Angehörige der Ureinwohnerstämme besucht. Das Zentrum wird von Pater Franz Leimer aus der Schweiz geleitet. Der Abend klang bei einer großen Abschiedsfeier mit den chinesischen Gastgebern aus.
Am Donnerstag, den 17.10. flog der Spielmannszug von Taipei nach Tokyo, wo er am Abend zu einer Willkommensparty in der Bunka Womens University eingeladen war. Übernachtet wurde im Sunroute Hotel.
Am 18.10. fand um 11.30 Uhr ein Auftritt im Büro- und Geschäftszentrum Omori im Auftrag der deutschen Zentrale für Tourismus statt, worauf ein freier Nachmittag folgte. Um 19.30Uhr folgte ein Japanisch-deutscher Abend statt.
Nach der Übernachtung im Sunroute Hotel fuhren wir am Samstag mit dem Bus nach Nagano in den Joshiu-Etsu Kogan Nationalpark.
Am Sonntag, den 20.10.1991 folgten Besichtigungen im Nationalpark und ein gemeinsamer Auftritt im Schulzentrum und am Abend eine Farewell Party mit der Bunka Universität.
Um
22.40 Uhr des 21.10. flogen alle Teilnehmer von Hongkong Richtung
Frankfurt, wo sie am Dienstag um 6.20 Uhr ankamen.
Südafrika 1997
Nachdem Erich Rothaug in unzähligen Stunden verschiedene Kontakte zu
deutschen Vereinigungen in Südafrika aufgebaut hatte und ein tolles
Reiseprogramm vorlegen konnte, hat die Vorstandschaft des Spielmannszugs und
dann die Jahreshauptversammlung beschlossen das Projekt Südafrika anzugehen.
Nach einem Informationsabend wurde die Reisegruppe in zwei Teile aufgeteilt,
die getrennt fliegen und dann in Südafrika in zwei Bussen unterwegs sein
sollen. Die Leitung der ersten Gruppe übernimmt unser Vorsitzender Arno Heim
und die Leitung der zweiten Gruppe dessen Stellvertreter Thomas Wamser. Für die
Auftritte wurde ein Musikprogramm aufgestellt und geprobt, die Blasmusik unter
Leitung von Heinz Heim kommt ebenfalls mit und stellt ein Musikprogramm
zusammen und unter Leitung von Franz Wamser wird eine Sängergruppe gebildet,
die die Auftritte mit Liedbeiträgen auflockern kann.
Nachdem am
Freitag dann die erste Gruppe verabschiedet worden war, geht’s für uns in der
zweiten Gruppe am Samstag, den 17. Mai 1997 endlich los.
Wir treffen uns
am Abend am Feuerwehrhaus, verladen die Koffer und fahren zum Flughafen nach
Frankfurt. Mit South African Airways (SAA) fliegen wir über die Schweiz, Algerien,
die Sahara, nach Johannesburg. Nach der Einreise in Johannesburg am
Sonntagmorgen fliegen wir gleich weiter nach Kapstadt. Dort fahren wir direkt
zur Waterfront, eine Einkaufszone und Erholungsgebiet
am Meer. Ein bisschen müde bummeln wir durch die Geschäfte und warten auf die
erste Reisegruppe und die Instrumentenkisten, die gestern in Johannesburg
verloren gegangen waren. Gegen Abend treffen die Kisten aus Johannesburg ein
und auch der andere Teil der Reisegruppe ist nun da. Nach kurzem Austausch des
bisher Erlebten, geht’s gleich zum ersten Auftritt an der Waterfront
in Kapstadt. Abwechselnd treten der Spielmannszug, die Esselbacher Blasmusik
und die Singgruppe des Spielmannszuges auf und am Schluss alle zusammen. Am
späten Abend kommen wir in Simonstown an unserer
Ferienhaussiedlung an. Hier werden die Zimmer für die zweite Gruppe noch
verteilt und dann feiern wir den ersten Abend in Südafrika.
Am Montag,
den 19. Mai 1997 ist unser erster Sightseeing Tag
in Afrika. Mit den Bussen geht’s zur Südspitze der Kaphalbinsel. Im „Cape of
Good Hope Nature Reserve“ sehen wir die ersten Springböcke, Elander
und auch Strauße. Am südlichsten Punkt der Kaphalbinsel ist es ziemlich neblig,
aber der Zusammenfluss von atlantischem und indischem Ozean ist doch zu erkennen.
Beeindruckend sind die riesigen Schiffe, die wir vom Aussichtspunkt am Kap der
Guten Hoffnung sehen. Nach dem Mittagessen an der Hout
Bay am atlantischen Ozean, geht’s mit dem Boot raus zur Robbeninsel im Atlantik
mit unzähligen Robben in allen Größen. Nach einer kurzen Pause und Abendessen
in Simonstown, fahren wir zurück nach Kapstadt. In
einer holländischen Schule können wir unseren zweiten erfolgreichen Auftritt
feiern und zurück in Simonstown steigen wieder
Pavillon Feten.
Am Dienstag,
den 20. Mai 1997 lernen wir die Schattenseiten Südafrikas kennen. Wir
fahren durch verschiedene Townships und sehen die Armut, in der die Menschen
hier leben. In einer Schule für Schwarze dürfen wir einen Auftritt machen, bei
dem wir wie Rockstars gefeiert werden. Die Schüler hüpfen im Takt unserer Musik
und bei überwältigender Stimmung singen die Schüler dann zum Abschied für uns
noch ein paar Lieder. Die Fahrt zur Waterfront können
wir mit einer kleinen Stadtrundfahrt mit Rathaus, Burgruine und Theater von
Kapstadt verbinden, bevor wir erneut an der Bühne der Waterfront
auftreten. Am Abend haben wir noch kurz Zeit, ins Naturkundemuseum zu schauen
und auf dem Signalhügel sehen wir schließlich Kapstadt von oben, den Tafelberg
und das Lichtermeer. Zurück in Simonstown spielt eine
Reggaeband im Hotel, so dass wir bis spät in die
Nacht bei afrikanischen Klängen feiern können.
Am Mittwochmorgen
besuchen wir eine Pinguinkolonie in der Nähe unseres Bungalows. Die unzähligen
kleinen Pinguine hüpfen und krabbeln überall herum. Besonders ihre todesmutigen
Sprünge ins Meer bringen uns immer wieder zum Lachen. Dann verlassen wir auch
schon unsere erste Station in Simonstown. Wir packen
alles ein und besuchen den drittgrößten Weinkeller der Welt in Stellenbosch.
Bei einer Weinprobe lernen wir eine Auswahl der berühmten südafrikanischen
Weine kennen. Auf der Küstenstraße geht es weiter nach George, wo wir am Abend
in der Pine Lodge unsere nächste Station erreichen.
Auch hier stehen uns wieder kleine Bungalows zur Verfügung.
Am Donnerstag,
den 22. Mai lernen wir die Berglandschaft um Oudtshoorn
kennen. Wir besichtigen die Pfarrkirche und alte Villen, die aufgrund des
Reichtums durch die Straußenzucht als Federpaläste bezeichnet werden. Auch die
beeindruckenden Cango Höhlen, riesige Tropfsteinhöhlen,
dürfen wir natürlich nicht verpassen. Am Nachmittag erleben wir dann einen ganz
besonderen Spaß: Auf einer Straußenfarm nehmen wir hautnahen Kontakt zu den
Tieren auf. Wir lernen nicht nur alles über Strauße kennen. Einige von uns
reiten auf den Tieren auch mal ziemlich schnell im Gehege herum. Eine Bremse
haben diese Tiere allerdings nicht. Am Abend präsentieren wir uns dann wieder
bei einem deutschen bunten Abend mit Spielmannszug, Blasmusik und Sängerkreis
in der sehr gut besuchten Stadthalle von George.
Am Freitag,
den 23. Mai 1997 fahren wir die schöne Garden Route entlang durch den
10.000 ha großen Wilderness National Park, der auch
„The Lakes“ genannt wird, da hier Seen, Sümpfe und
Flussmündungen miteinander verbunden sind und Süßwasser mit Salzwasser
abwechseln. In Knysna, dem Zentrum der Garden Route;
besichtigen wir die Stadt mit dem altem Rathaus und einer schönen Kirche. Im Knysna Wald gab es früher unzählige Elefanten. Leider ist
nur noch ein einziger übrig, der sich uns aber natürlich nicht zeigen will. So
fahren wir weiter zum Tsitsikamma National Park. Der
Name stammt aus der Hottentottensprache und bedeutet klares Wasser. Leider ist
das Wetter nicht ideal, aber wenn wir schon mal am Meer sind, lassen wir uns
davon nicht abhalten und baden wenigstens ein paar Minuten bei 17 °C
Wassertemperatur im indischen Ozean. Danach wandern wir mitten durch den Urwald
auf einem Plankenweg zur Hängebrücke über den Storms River. In dieser
ursprünglichen Landschaft fühlen wir uns zum ersten Mal so richtig in Afrika.
Bei einem Fotostopp im Urwald fotografieren wir dann alle noch einen 800 Jahre
alten Baum, der einen Umfang von 33 m vorweisen kann und schon bald sind wir an
der 139 m hohen Paul Sauer Bridge am Ende der Garden Route. In St. Francis,
einer Bungalowanlage am Meer, beziehen wir am Abend unsere nächsten Zimmer. Zum
Abendessen wird uns gebratener Springbock serviert, was allerdings nur mit viel
Sauce und einigen Getränken essbar ist.
Am Samstag
geht’s schon früh weiter mit dem gesamten Gepäck nach Port Elizabeth. Am
Rathaus treten wir mit dem Spielmannszug auf und ziehen Musik machend durch die
Stadt. Der Oberbürgermeister empfängt uns anschließend im Rathaus und bei Tee
und Keksen tauschen wir uns aus. Zum Mittag beziehen wir unsere Hotelanlage in
Port Elizabeth, direkt am Meer. Und am Nachmittag schauen wir uns den
Nationalsport Südafrikas im Rugby Stadion an. Bei einem Länderspiel England
gegen Südafrika treten wir mit dem Spielmannszug im, mit 30.000 Zuschauern
ausverkauften, Stadion auf. Am Abend gestalten wir das Maifest des Deutschen
Clubs in Port Elizabeth musikalisch mit dem Spielmannszug, dem Sängerkreis und
der Blasmusik. Die Abschlussfeier im Deutschen Club bei Freibier und Schnaps
zieht sich dann etwas länger hin als ursprünglich geplant.
Am Sonntag,
den 25. Mai 1997 bringen wir zunächst die Begleitpersonen zum Flughafen, da
wir aus Kapazitätsgründen der Fluglinie, wieder auf zwei Etappen fliegen
müssen. Die Musiker bummeln anschließend durch die Stadt und zum Mittag geht’s
wieder zum Maifest des Deutschen Clubs, wo wir uns erneut
musikalisch präsentieren. Am Abend fliegen wir dann mit unseren
Instrumentenkisten nach Durban und treffen wieder die Begleitpersonen. An einer
kleinen Kirche in einem Vorort von Durban werden wir nun aufgeteilt. Mit einem
mulmigen Gefühl werden immer zwei Esselbacher an eine südafrikanische Familie
verteilt. Zum Abendessen und zur Übernachtung fahren wir mit unseren
„Gasteltern“ in alle Stadtteile Durbans. Die meisten
von uns lernen an diesem Abend sehr nette Menschen kennen und schwärmen noch
heute von der herzlichen Gastfreundschaft der Südafrikaner.
Am Montagmorgen
werden wir von unseren „Gasteltern“ wieder zu dem Sammelplatz gebracht und
gemeinsam fahren wir in den Botanischen Garten mit tollen Orchideen und einem
Bambuswald. Besonders beeindruckend ist der Indische Markt in der Innenstadt
mit orientalischen Gewürzen. Wer hätte damals gedacht, dass wir nur drei Jahre
später mit dem Spielmannszug am wirklichen indischen Markt in Dehli stehen. Am Nachmittag erkunden wir das Tal der
tausend Hügel. In einer Schlangen-, Krokodil- und Eidechsenfarm sehen wir dort
uralte, 6 m lange Krokodile und in einem Zulu Dorf führt eine Gruppe Zulus für
uns zur Begrüßung typische Tänze auf. In Durban erwarten uns die „Gasteltern“
wieder und nach dem Abendessen geht’s zu einer Schule..
Bei einem großen Konzert in der Aula der Schule vor 1.000 Leuten und dem
deutschen Konsul mit dem Männerchor von Durban, dem Marineorchester der
südafrikanischen Marine, dem Spielmannszug, dem Sängerkreis und der Blasmusik
wird dieser Abend zu dem musikalischen Highlight der Reise.
Am Dienstagmorgen bringen uns unsere „Gasteltern“ wieder zu
dem Sammelplatz an der Kirche und weiter geht’s mit den Bussen in die Drakensberge. Durch hügeliges Land, vorbei an
Zuckerrohrfeldern und Zuludörfern kommen wir gegen Mittag in Ulundi, der Hauptstadt der Provinz Kwazulu/Natal
an. Mit 8000 Einwohnern; ist die Stadt eine sehr übersichtliche Hauptstadt; in
der Provinz leben insgesamt 3 Mio Zulus mit einem
eigenen König. Nachdem wir in Ondini, der alten
Provinzhauptstadt, in einem Zulumuseum die Kultur und Lebensweise der Zulus
kennen gelernt haben, geht’s weiter in die bis zu 3000 m hohen Drakensberge. Am Abend erreichen wir Wittenberg, wo unsere
deutschen Gastfamilien bereits auf uns warten. Wieder werden wir verteilt,
dieses Mal auf Farmen deutscher Familien, die in der dritten oder vierten
Generation bereits in Südafrika die Farmen bewirtschaften.
Am Mittwochmorgen, den 28. Mai sammeln wir uns wieder in
Wittenberg und fahren durch die Provinz Natal mit vielen deutschen Siedlungen
und Zuludörfern, vorbei an großen Eukalyptusbaumplantagen und Rinderherden,
nach Lüneburg. Bei Tee und Kuchen lernen wir in Lüneburg die herzliche
Gastfreundschaft der deutschen Auswanderer kennen. Bemerkenswert sind die
seltsamen Ausdrücke vermutlich noch aus dem Kaiserreich, wenn unsere
Gastfamilien Deutsch sprechen. Den Nachmittag verbringen wir mit den
Gastfamilien auf deren Farmen. Jede Farm sorgt mit einem Tante Emma Laden und
einer Poststelle für die Infrastruktur der Schwarzen Bevölkerung, die verteilt
in Hütten leben. Am Abend fahren wir zur Stadthalle der Deutschen
Kulturvereinigung. Vor ausschließlich deutschem Publikum beginnt das letzte
Konzert in Südafrika mit dem Spielmannszug, dem Sängerkreis und der Blasmusik.
Da es heute zum ersten Mal seit 50 Jahren in dieser Gegend schneit, beginnt das
Konzert 30 Minuten später, da die Zuschauer zum Teil im Schnee stecken bleiben.
Es ist fast wie zu Hause und am Ende singen die Zuschauer noch gemeinsam mit
dem Singkreis ein paar Lieder.
Am Donnerstag, den 29. Mai 1997 lassen wir den Schnee
hinter uns und fahren durch die Drakensberge wieder
Richtung Meer zum Hluhluwe National Park. Zum Mittag
erreichen wir das Hotel am Park und nach der Zimmerverteilung geht’s zur
Tiererkundung. Wir fahren mit dem Bus zum Santa Lucia Wetland
Park mit dem 60 km langen St. Lucia Lake, der bis zu 10 km breit, aber nur 1-2
m tief ist. Der Park erstreckt sich parallel zur Küste und ist von dieser durch
einen bis zu 120 m hohen, von Wäldern bewachsenen Dünengürtel getrennt. Bei
einer beeindruckenden Bootsfahrt auf dem St. Lucia River in den Sonnenuntergang
können wir viele Flusspferde, Krokodile, Schildkröten und Wasservögel sehen. Am
Ufer gibt es Nashörner und Antilopen. Sogar ein Seeadler dreht seine Runden
über unseren Köpfen. Zurück am Hotel führen Zulustämme zum Abendessen ein
wieder ein paar Tänze vor und gespannt auf die Tiersafari vor Sonnenuntergang
gehen wir heute ausnahmsweise schon um Mitternacht ins Bett.
Am Freitagmorgen geht’s bereits um 5.00 Uhr mit dem Bus zum
Eingang des Hluhluwe National Parks. Wir werden auf
offenen Geländewagen verteilt, wobei in jedem Auto jeweils einer aus der
Reisegruppe als Dolmetscher einspringen muss. Um 6.00 Uhr beginnt bei
Morgengrauen die Safari durch das Hluhluwe Game
Reserve-Umfolozi Game Reserve. Mit einer Fläche von
1.000 km² bilden die beiden Reservate das drittgrößte Wildschutzgebiet Südafrikas.
Das Schutzgebiet wurde bereits 1897 gegründet und ist damit das älteste
Reservat in Südafrika. Der hügelige Hluhluwe National
Park ist vor allem im Norden und an den Flussläufen dicht bewaldet und wirkt
auf uns eher tropisch. Man hat eigentlich, wenn man an Afrika und Safaris
denkt, eine trocken heiß dampfende Steppe vor Augen. So war das bei uns
allerdings nicht. Bei Temperaturen um die 0 °C wickeln wir uns die Badetücher
aus dem Hotel um den Kopf und ziehen auf dem offenen Jeep alles an, was unser Gepäck
noch zu bieten hat. Trotzdem sind wir schnell von den Tieren begeistert. Die
Giraffen bringen gerade ihre Kleinen einer Muttergiraffe, die sich den ganzen
Tag um die „Kleinen“ kümmert, damit die Herden größere Strecken zurück legen
können. Wasserbüffel von mehreren Tonnen Gewicht traben durch das Gras. Herden
von Zebras und verschiedene Arten von Antilopen sehen wir aus der Ferne, aber
manchmal auch ganz nahe. Auf den Bäumen sitzen Geier und Kormorane und ab und
zu trottet sogar ein Nashorn vorbei. Gegen Mittag sind wir wieder am Hotel,
wärmen uns auf und schlafen ein paar Stunden, um nachmittags erneut auf Safari
zu gehen. Jetzt fahren wir in die Berge, um endlich auch Elefanten zu sehen,
die wir ab und zu vorbei trampeln und auch Trompeten hören. Aber wegen der
niedrigen Temperaturen bleiben sie den ganzen Tag zusammen gedrängt im
Dickicht, so dass uns dieser Anblick verwehrt bleibt. Große Affenherden, Gnus
und Nyala Antilopen können wir beobachten, auch eine
richtige Büffelherde, trampelt an uns vorbei und so fahren wir mit unseren
Jeeps begeistert in den Sonnenuntergang im Hluhluwe
Park hinein. Am Abend ist dann im Hotel die große Abschiedsparty. Alle
Reiseteilnehmer kommen zusammen und bei einem festlichen Abendessen werden die
letzten beiden Wochen noch einmal Revue passieren lassen. Wir bedanken uns alle
bei den Organisatoren dieser Reise, allen voran dem Erich Rothaug
und den beiden Leitern der Busse Arno Heim und Thomas Wamser, dem Leiter des
Spielmannszugs Edgar Heim, dem Leiter der Blasmusik Heinz Heim und dem Leiter
der Sängergruppe Franz Wamser und dem Kassier Roland Grün, der die gesamten
Finanzen dieser Reise gemanagt hat. Die Abschlussfeier wird anschließend in die
Hotelbar verlegt, wo wir die halbe Nacht über Safaris, Zulus und den Tafelberg
in Kapstadt erzählen.
Am Samstag, den 31. Mai 1997 verladen wir am frühen Morgen
alles, fahren nach Durban zum Flughafen und checken die erste Reisegruppe ein.
Wir fliegen dann am Nachmittag nach und treffen uns alle zusammen wieder in
Johannesburg auf dem Flughafen. Am Abend fliegen wir mit South African Airways
von Johannesburg über Zaire, die Sahara, Algerien, Italien und der Schweiz nach
Frankfurt. Bei 7 °C am Sonntagmorgen sind in Frankfurt die gleichen
Temperaturen wie im Hluhluwe Park. Mit dem Schneider-Bus
fahren wir zurück nach Esselbach, wo wir wieder alle wohlbehalten und munter am
Feuerwehrhaus ankommen. Mit dieser Reise haben wir mit dem Spielmannszug
unseren vierten Kontinent besucht. Wir durften wieder einmal herzliche
Gastfreundschaft und tolle Feiern erleben. Wir haben gemeinsam mit unseren
jungen Musikern fremde Kulturen und fremde Gegenden bereist und kennen gelernt.
Auf Safaris und bei Besichtigungen haben wir eines der Urlaubsziele Nummer 1
bereist und gemeinsam unvergessliches erlebt. Wir konnten wieder einmal den
Esselbacher Spielmannszug und unsere Musik in einer völlig exotischen Gegend
optimal präsentieren und gemeinsam mit der Blasmusik und der Sängergruppe
Menschen am anderen Ende der Welt vergnügliche Abende bescheren.
Japan
im April 2000
Am Montag, dem ersten Tag der Osterferien geht’s los. Wir
fliegen um 11.45 Uhr in Frankfurt mit China Airlines ab und landen am Abend in
den Vereinigten Arabischen Emiraten. Hier ist das Kerosin billig und so steigen
wir aus dem Flugzeug aus, das wieder voll getankt wird. In einem Flughafen aus
tausend und einer Nacht kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Alles ist
aus Marmor oder vergoldet und ab und zu kommt ein Scheich mit ein paar
Begleiterinnen vorbei. Nach einer Stunde geht’s wieder in das Flugzeug und
weiter nach Taiwan. Auch hier steigen wir aus und müssen kurz warten, bevor wir
endlich nach Tokio fliegen.
Am Dienstag um 15.45 Uhr landen wir schließlich in Tokio.
Beim Landeanflug werden wir bereits von der noch mit Schnee bedeckten Spitze
des Fujihamas begrüßt.
Am Flughafen warten bereits die Busse und los geht’s durch die
laute und aufregende Weltstadt Tokio zu unserem Hotel. Wir kommen in die Rush
Hour und deshalb verzögert sich unser Eintreffen am Hotel ein bischen. Aber da in Japan alles immer pünktlich ist, müssen
wir in wenigen Minuten nach der Zimmerverteilung im Restaurant unseres Hotels
sein, wo unsere japanischen Freunde bereits auf uns warten.
Bei einem sehr festlichen Abendessen mit Spezialitäten der
französischen Küche, werden wir auf höchstem Niveau verwöhnt. Nach Austausch
von Willkommens- und Dankeswünschen verziehen sich viele Musiker nach der
langen Anreise ziemlich schnell auf ihre Zimmer. Die Nachwuchsmusiker, die
nicht unbedingt Fans französischer Küche sind, schlagen sich noch bis zum
nächsten Mc Donalds durch, um anhand der Bildtafeln
einfache Pommes zu bestellen. Auch der erste Sake wird in der Bar im Hotel
getestet. Das Preisniveau Tokios verhindert allerdings an diesem Abend
betrunkene Musiker.
Am Mittwoch früh fahren wir zum Mitsukoshi
Center, wo wir nach einem echten japanischen Mittagessen auf dem Dach des
Wolkenkratzers unser erstes Konzert geben. Es hört sich nach der langen Reise
und der kurzen Nacht noch etwas wacklig an, so fühlen sich auch noch einige.
Aber am Nachmittag bei unserem Konzert in der Suginami
High School vor hunderten begeisterter Mädels, werden die Musiker schon
sicherer auf den Beinen. Am Abend können wir dann Tokio auf eigene Faust
erkunden. Die Attraktion ist natürlich der Nachtmarkt für Videospiele und
Elektronik und nach einem Abstecher bei Mc Donalds -
jetzt wissen die ersten schon, hinter welchen Schriftzeichen sich welches Essen
verbirgt - wird in dem Hotel auf den Zimmern und in den Gängen die halbe Nacht
durchgefeiert.
Am Donnerstag Morgen bummeln wir
dann zu Fuß zur Universität. Beim Einspielen und Aufstellen für unser erstes
Konzert an der Uni stellen wir fest, dass noch zwei Musiker im Hotel schlafen
und so erklärt sich ein Professor zusammen mit dem Jugendleiter bereit diese zu
wecken und nach zu bringen. Pünktlich zum großen Auftritt an der Bunka Woman University sind dann
alle wach und der Spielmannszug kann sich vor den wichtigsten Repräsentanten
Japans während der Feierstunde von seiner besten Seite zeigen. Als Geschenk
hatten wir eine Schaufensterpuppe mit einer neu angefertigten Uniform der
königlich bayrischen Landwehr dabei. Seit April 2000 steht somit in Tokio im
Museum ein Esselbacher Spielmann.
Gerade mal eine Woche vorher hatten wir Egon Heim zum Tambourmajor
gewählt, nachdem dieses Amt dreißig Jahre lang meisterlich von Edgar Heim
ausgefüllt wurde. Und dann gleich solche Auftritte. Aber unser neuer Dirigent
lässt sich seine Aufregung nicht anmerken und legt mit diesem Auftritt seine
erste Meisterleistung hin. Wer kann schon so einen Einstand vorweisen?
Den ganzen Tag sind wir an der Universität. Wir schauen uns die
neu gebauten Räume an, absolvieren noch ein paar Auftritte und werden am Abend
zu einer Dinner Party mit edlen Häppchen eingeladen. Auch hier werden wir
wieder mit Fischspezialitäten verwöhnt, was selbstverständlich den Nachwuchs
von dem obligatorischen Mc Donalds Besuch nicht
abhält.
Für die anschließende Party im Hotel werden wir noch mit duzenden
Paletten Bier versorgt. Im Foyer steigt dann eine Party, die wieder die halbe
Nacht andauert. Auch Musiker, die über das Telefon leugnen, dass sie noch
Bierpaletten gebunkert haben, rücken diese schließlich raus und feiern dann
mit.
Am Karfreitagmorgen geht’s mit dem Bus in die Berge nach
Nagano. In traumhafter Lage - jetzt ist gerade in Japan die berühmte
Kirschblütenzeit - hat die Universität hier am See ein Ferienhaus. Nach einem
Konzert und Mittagessen in der High School von Nagano, wobei die Musiker
unzählige Autogramme schreiben müssen und wie Popstars gefeiert werden, geht’s
zur Party in das Ferienhaus am See.
In japanischen Zimmern mit Reismatten und Papierwänden werden die
Esselbacher einquartiert, bevor es in den Speisesaal zum Abendessen geht. Hier
steht den Musikern nun ein Herkuleswerk bevor. 500 Dosen Bier hat die
Universität spendiert und viele Flaschen Reiswein und die Party ist nicht eher
zu Ende, bis alles leer ist!
Viele Stunden wird nun gesungen und gefeiert, der Spielmannszug
muss doch tatsächlich bis Japan fahren, damit die älteren Musiker und die
Jungen endlich mal gemeinsam eine richtig gute Fete feiern. Nachdem dann auch
noch immer öfter das Bier mit Reiswein verdünnt wird, kommt so mancher
Spielmann ganz schön ins Taumeln. Und am nächsten Morgen verzögert sich die
Rückfahrt nach Tokio um einige Zeit. Auch das schön zubereitete Lunch Paket
findet während der Busfahrt wenig Anklang.
Bei der Ankunft in unserem Hotel werden erst mal die Sachen aus
der Kleiderkammer geholt, die die Musiker vorgestern im Zimmer vergessen hatten.
Und schon stürmen wir los und erkunden an unserem freien Nachmittag die
beeindruckende Weltstadt Tokio.
Mit der U-Bahn fahren wir zum Tokio Tower und schauen uns diese
gewaltige Stadt von oben an, auch ein Buddha Tempel darf natürlich nicht fehlen
und tolle japanische Parks zur Kirschblütenzeit. Doch dann kommen wir in die
Rush Hour. Millionen Japaner möchten gerade aus der Stadt heraus, wo wir wieder
zurück zum Hotel und dann weiter zur Universität zur Abschiedsparty möchten.
Gegen unzählige Japaner schieben wir uns mit 20 Leuten in die
U-Bahn und beim Umsteigen wieder rechzeitig heraus. Nach diesem Abenteuer
ziehen wir uns in Rekordzeit um und sind doch noch pünktlich an der Uni zu
einem tollen, sehr herzlichen Abschiedsabend.
In Partylaune ziehen wir dann in kleinen Gruppen noch durch die
Stadt und erkunden die Kneipenkultur Tokios.
Am Ostersonntag Morgen treten wir
dann wieder die Heimreise an. Nachdem wir alle Schoko - Osterhasen gegessen
haben, die ein Musiker von zu Hause mitgebracht hatte und im Bus zum Flughafen
so wenigstens ein bisschen Ostern feiern konnten, fliegen wir wieder über
Taiwan nach Abu Dhabi in Arabien.
Den Flughafen kennen wir ja schon und so vertreten wir uns ein
paar Stunden die Beine, bevor wir mit unserer Boing weiter nach Frankfurt
fliegen.
Am Ostermontag um 8.00 Uhr landen wir pünktlich in
Frankfurt und haben alle viel zu erzählen. Wir waren trotz sehr anstrengender
Hin- und Rückreise einig, einen ganz besonderen Eindruck von einem sehr
interessanten Land gewonnen zu haben. Für viele Jungmusiker war dies der erste
Besuch im Fernen Osten und alle waren begeistert. Das ganz besondere an dieser
Reise war, dass wir zu jeder Zeit bei Freunden waren, die uns herzlich begrüßt,
zu jeder Zeit umsorgt und uns das Gefühl gegeben haben zu Hause zu sein.
Russland
im August 2003
Bei einer Reise
von Erich Rothaug, dem Auslandskoordinator des
Spielmannszugs, zu seinem Freund Alexander nach Saratow an die Wolga, lernten
beide den deutschen Generalkonsul, dieser Region kennen. Dabei entstand die
Idee, in einigen Jahren zu einer großen Veranstaltung mit dem Esselbacher
Spielmannszug in diese Region zu reisen und sich musikalisch zu präsentieren.
Der deutsche Konsul in Saratow Markus Forster nahm sich der Sache an, drängte
allerdings auf einen Besuch in 2003, da er in 2004 versetzt werden würde. So
war die Entscheidung schnell getroffen. In einer Sitzung der Vorstandschaft
stellte Erich das Projekt vor. Nach positivem Beschluss, die Reise nach
Russland anzugehen, begann er gemeinsam mit Markus Forster und Richard Roos
sogleich mit der Detailplanung, die allerdings von russischer Seite getaktet
wurde. Nach dann spannenden Wochen mit Informationsabenden für die
Reiseteilnehmer, dem üblichen Probepacken der Instrumentenkisten und sehr
kurzfristiger Ausstellung der Visa durch das russische Konsulat, konnte es
endlich los gehen.
Die Instrumente
hatten wir am Samstag nach unserem Auftritt zur Eröffnung der Laurenzi Messe in Kisten verpackt und schon ist es Sonntagmorgen,
wo sich 72 Leute am Feuerwehrhaus in Esselbach treffen, um eine abenteuerliche
Reise in den Osten zu unternehmen. In eine Gegend, in der man keine Touristen
kennt und wo noch nie ein ausländischer Spielmannszug aufgespielt hat.
Die Busse stehen
bereit und ein bischen aufgeregt laden die
Reiseteilnehmer ihr Gepäck ein und bei mittlerweile schon wieder 25 C°
verlassen wir das vertraute Esselbach.
Mit einem Airbus
der Lufthansa mit 110 Sitzplätzen fliegen wir in 3 1/2 Stunden von Frankfurt
nach Samara. Nach wochenlanger Hitze in Deutschland sind die 22 °C in Samara
sehr angenehm.
Nach einer sehr
individuellen Einreise erwartet uns Markus Forster, der Deutsche Konsul in
Saratow, mit einem deutschen Doppeldeckerbus, der uns die nächsten 8 Tage zur
Verfügung steht. Wir fahren gleich nach Samara, der 6. -größten Stadt
Russlands, die bis 1990 für Ausländer eine "verbotene Stadt" war, da
hier Rüstungsgüter hergestellt wurden.
Und nach dem
ersten Abend am Wolgaufer und der Übernachtung in einem Hotel mit
sozialistischem Charme, starten wir am Montagmorgen zur großen
Stadtrundfahrt durch Samara. Wir lernen eine Millionenmetropole kennen mit
netter Fußgängerzone und großen Boulevards. Wahrzeichen der Stadt, in der Tupolev Flugzeuge und die Raumfahrtraketen hergestellt
wurden ist das Denkmal "Flügel über der Wolga" für die unbekannten
Arbeiter der Luftfahrtindustrie. Wir besuchen die neu erbaute Kathedrale der
wieder belebten russisch - orthodoxen Kirche und
können am Gouverneurspalast immer wieder tolle Ausblicke über die Wolga
genießen. Da Samara im 2. Weltkrieg von Stalin zur Zweithauptstadt erklärt
wurde, hat er hier eine Bunkeranlage errichten lassen, in die sich bei
Besetzung Moskaus die Regierung zurück ziehen kann. Natürlich erkunden wir auch
diese 37 Meter tiefe Anlage.
Nach dem
Mittagessen bei der evangelischen Gemeinde St. Georg in Samara hören wir in der
Kirche noch ein Orgelkonzert, bevor es zur Besichtigung der Bierbrauerei geht.
Parallel hierzu
löst unser Vorstand gemeinsam mit dem Konsul und einer Dolmetscherin die
restlichen Instrumente am Flughafen aus, so dass am Abend der erste Auftritt
des Spielmannszugs in Russland am Ufer der Wolga in Samara stattfinden kann.
Unser Dirigent muss gleich sein erstes Interview geben, einige Journalisten und
Kamerateams erwarten uns und so marschieren wir unter der Beobachtung laufender
Fernsehkameras am Ufer der Wolga entlang. Das Standkonzert an der Promenade
kommt super an. Viele Zuschauer, die sich zum Baden an der Wolga eingefunden
hatten oder zum Flanieren unterwegs waren, sind ein begeistertes Publikum.
Nach einem
weiteren Abend in Samara am Ufer der Wolga geht es am Dienstag Richtung
Engels weiter. Während der Mittagspause, mit Besichtigung des Atomkraftwerkes Balakowa, können wir zum ersten Mal die für Russland so
berühmte Borsc Suppe kosten.
Und am Abend
treffen wir in Engels ein, wo uns eine Polizeistreife bereits an der
Stadtgrenze empfängt und uns mit großer Show durch die Stadt zu unserem Kinder-
und Jugendlager geleitet.
Die Reisegruppe
schmeißt sich sofort in Schale, um in einer Edeldisco vom Oberbürgermeister der
Stadt Engels persönlich empfangen zu werden. Und nach Überreichung der eigens
für diesen Anlass angefertigten Standarte durch den Spielmannszug mit der
russischen und deutschen Fahne und dem Wappen des Spielmannszuges, feiert die
Reisegruppe ihren ersten echten russischen Abend bei Kaviar und Wodka.
Zum ersten Mal
hören und genießen wir die „Goldenen Trompeten“, die aufspielen und Tänze
vorführen.
Am Mittwoch
fahren wir weiter nach Wolgograd, wo wir in Alt Sarepta,
Sitz einer Deutschenvereinigung mit Freilichtmuseum in einem Vorort von
Wolgograd, mit Brot und Salz empfangen werden. In der Kirche erleben wir einen
tollen Abend, wobei zwei russische Chöre Lieder abwechselnd mit der
Sängergruppe des Spielmannszugs vortragen.
Am Donnerstag
steht dann die große Stadtrundfahrt in Wolgograd auf dem Programm.
Die großen,
breiten Straßen sind prächtig angelegt. Aufgrund der völligen Zerstörung
Stalingrads, sind alle Häuser nach dem Krieg erbaut. Unsere erste Station ist Matmaev; der Hügel wurde monatelang umkämpft und ist heute
das Ehrenmal für die gefallenen russischen Soldaten. Hier starben in wenigen
Monaten fast 1,8 Millionen Menschen, einige sind heute noch nicht beerdigt -
wir sind alle fassungslos. Wir gehen durch die Anlage mit künstlichem See und
Skulpturen von Soldaten. Die Treppen führen uns den Berg hoch mit der riesigen
Statue der kämpfenden Mutter Heimat, die mit dem Schwert in der Hand Wache hält
und der Ehrenhalle "Halle des Ruhms" daneben. Hier legen wir einen
Kranz nieder und gedenken allen Soldaten, die hier in diesem sinnlosen Kampf
gestorben sind. Heinz und Edgar Heim spielen mit der Trompete einen geistlichen
Choral und niemand aus der Gruppe bleibt davon unberührt.
Von dem Hügel
aus haben wir eine gute Sicht auf die Stadt und die Wolga und im Panoramamuseum
mit Kriegsgeräten, Waffen und Munition, Uniformen, persönlichen und offiziellen
Briefen aus der Zeit der Kämpfe um Stalingrad und der dreidimensional
nachgestellten Schlacht um Stalingrad, gewinnen wir einen sehr guten Einblick
über die letzten Kriegstage. Neben dem Museum ist eine Ruine mit
Einschusslöchern aus der Schlacht um Stalingrad erhalten. So sah die gesamte
Stadt aus. Eine Journalistin des Fernsehens begleitet uns und fertigt einen
Bericht über unseren Tag in Wolgograd fürs Fernsehen an.
Nach
Besichtigung des Paulus Bunkers unter dem Kaufhaus Gum
starten wir zu dem zweiten Auftritt des Spielmannszugs in Russland im Park von
Wolgograd. Es sind erfreulich viele Zuschauer da, die uns begeistert empfangen.
Wir laufen zuerst Marschformationen und spielen dann noch ein paar Stücke auf
der Bühne, wobei unser Bürgermeister Klaus Hofmann zwischendurch was über den
Spielmannszug und Esselbach erzählt. Nach dem Auftritt werden wir lange von
"Fans" belagert, die sich mit uns unterhalten möchten und Fragen zu
Deutschland haben. Auch viele Journalisten sind wieder im Publikum, die für
Radio und Fernsehen Berichte erstellen.
Nach einem
Empfang mit Abendessen durch den deutschen Kulturattache
Rainer Huss treten wir die Rückfahrt nach Engels an.
Dort werden wir
am Freitagmorgen bereits zur Pressekonferenz im Rathaus erwartet.
Bürgermeister Hofmann, unser Dirigent Egon Heim, der Vorstand Richard Roos und
Konsul Forster beantworten Fragen von Fernseh- Radio- und Zeitungsjournalisten,
die vieles über den Spielmannszug und Esselbach wissen möchten.
Dann starten wir
zur Stadtrundfahrt in Saratow. Am Kranichberg mit dem Denkmal für die
gefallenen Soldaten besuchen wir das Freilichtmuseum nach einer feierlichen
Kranzniederlegung. Hier sind alle Panzer und großen Waffen des zweiten
Weltkrieges ausgestellt, sogar Gefechtsstände sind nachgebaut.
Nachdem wir,
begleitet von 6 Dolmetschern aus einer örtlichen Schule, die Deutsch lernen
wollen, die Innenstadt erkundet haben, fahren wir zum Wolgaufer. Hier findet
unser großes Konzert, gemeinsam mit den Goldenen Trompeten statt. Wieder haben
sich erfreulich viele Zuschauer eingefunden und nach unserem
Formationsmarschieren, spielen wir abwechselnd mit den Goldenen Trompeten. Es
wird ein unterhaltsames Konzert mit russischen Sängern, Tänzern, den Goldenen
Trompeten und dem Esselbacher Spielmannszug.
Bei dem
anschließenden Abendessen auf einem schwimmenden Restaurant auf der Wolga auf
Einladung von Konsul Forster, feiern wir bei Sternen klarer Nacht alle
gemeinsam. Die Goldenen Trompeten zeigen ebenso wie die Sängergruppe des
Spielmannszuges und Heinz und Edgar Heim als Trompetenduo ihr Können.
Am Samstag
besichtigen wir Engels, das Heimatmuseum der Stadt und unternehmen mittags alle
zusammen eine Schiffsfahrt auf der Wolga, bevor das große Stadtfest beginnt.
Der Esselbacher
Spielmannszug stellt sich zum großen Festzug auf und los geht’s durch die
Straßen von Engels zum Stadtfest. Das Stadtfest ist wie ein Faschingszug und so
ist auch die Stimmung. Alle sind verkleidet und gut drauf. Auf dem großen Platz
mit vielen tausend Besuchern warten wir, bis alle Mitwirkenden da sind und
stellen uns dann vor der Ehrentribüne mit dem Oberbürgermeister und dem
russischen Gouverneur auf. Zur Siegerehrung der besten Wägen, spielen unsere
Fanfaren jeweils.
Wir ziehen denn
weiter und auf die Hauptbühne. Gut eingespielt und bei genialer Stimmung haben
wir hier und dann anschließend im Park nebenan den besten Auftritt des Jahres.
Viele tausend Zuschauer bereiten uns einen begeisterten Empfang. Die Zuschauer
johlen und verlangen Zugaben. Und wir wachsen über uns hinaus. Für alle Musiker
wird dieser Auftritt unvergesslich sein.
Nach dem
Abendessen im Rathaus feiern wir im Innenhof unseres Internats bis tief in die
Nacht weiter. Wir sehen das Feuerwerk zum Stadtfest und bedanken verabschieden
uns bei Konsul Markus Forster.
Gut eingestimmt
und gecoacht von Manuel Heim betritt unsere Fußballmannschaft am Sonntagmorgen
zusammen mit der Fußballmannschaft der Goldenen Trompeten das
"Stadion" im Kinder- und Jugendlager. Trotz der mitgereisten Fans,
ausgestattet mit abwechslungsreichen Sprechgesängen und Deutschland – Fahnen,
gewinnen die Goldenen Trompeten am Ende verdient 2:1.
Zur
Abschiedsparty geht es dann an das Ufer der Wolga. Dort hatten die Eltern der
Goldenen Trompeten schon alles vorbereitet und wir feiern ein tolles Picknick.
Ein Bad der Musiker der Goldenen Trompeten und des Spielmannszuges in der Wolga
führt bei der Hitze zu etwas Abkühlung.
Mit
Polizeistreife und Blaulicht werden wir wieder durch Engels geleitet. Am
Bahnhof versorgen uns die Eltern der Goldenen Trompeten mit Proviant und in
geräumigen Vier-Bett Schlafwagons schaukeln wir 15 Stunden lang Moskau
entgegen.
Am Montagmorgen
treffen wir in Moskau ein und starten gleich mit der Stadtrundfahrt.
Ein Besuch der
beeindruckenden Basilius Kathedrale darf ebenso wenig fehlen wie der Gang über
den roten Platz. Wir sehen den Kreml und verschiedene russisch- orthodoxe
Kirchen. Abenteuerlich war die Fahrt mit 72 Reiseteilnehmern in der russischen
U-Bahn. Die einzigartigen
U-Bahnstationen mit Kronleuchtern, Decken- und Wandgemälden in der
aufwendigsten U-Bahn der Welt mussten wir aber einfach sehen.
Nach einem
letzten Fotostopp an der Stelle, an der die deutschen Panzer im zweiten
Weltkrieg gestoppt werden konnten, fahren wir zum Flughafen und fliegen am
Abend mit Lufthansa von Moskau zurück nach Frankfurt.
Mit dem Bus geht
es dann weiter nach Esselbach. Alle 72 Reiseteilnehmer sind gesund und
einigermaßen munter wieder zurück. Wir konnten ein unglaubliches Land kennen
lernen, beeindruckend und völlig anders als Deutschland, obwohl uns nur wenige
Flugstunden trennen. Wir waren in einer Gegend, in der sich kaum Touristen
aufhalten und in der vorher noch nie ein deutscher Spielmannszug war. Wir
durften in diesen acht Tagen herzliche Gastfreundschaft kennen lernen und
sehen, dass man in ganz einfachen Verhältnissen auch Leben kann.
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